Wasserwirtschaftsamt
Traunstein

Salzach

Flussschleife bei Laufen / Oberndorf
+ Flussschleife bei Laufen / Oberndorf

Gewässerdaten: Salzach
Gewässergüte, Wasserwirtschaftliche Bedeutung, Flusslänge
Gewässergüte Güteklasse II
Wasserwirtschaftliche Bedeutung Gewässer I. Ordnung
Flusslänge 226 km
Wasserstand, Abfluss, Hochwassermarken, Mittel- / Höchstwerte, Lagekarte etc.
Pegel Golling
Pegel Salzburg
Pegel Laufen (Siegerstetter Keller)
Pegel Burghausen
Übersicht über alle Pegel im Einzugsgebiet Karte

Die Salzach entspringt in 2300 müNN nördlich von Krimml in den Kitzbühler Alpen und mündet bei Burghausen/Haiming auf einer Höhe von 344 müNN in den Inn. Die Gewässerlänge der Salzach beträgt rd. 226 km.
Nördlich von Salzburg mündet die Saalach in die Salzach. Von dort an bildet die Salzach auf einer Länge von rd. 60 km die Grenze zwischen dem Freistaat Bayern und der Republik Österreich. Auf bayerischer Seite durchfließt sie die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein und Altötting.

Im Berchtesgadener Land durchläuft sie das Freilassinger Becken und wird bei Laufen durch eine Nagelfluhschwelle von ihrer ursprünglichen Fließrichtung abgelenkt. Nach dem Tittmoninger Becken im Landkreis Traunstein durchbricht sie zwischen Nonnreit und Burghausen den Jung- und Altmoränengürtel und mündet bei Burghausen/Haiming im Landkreis Altötting in den Inn. Der mittlere Wasserabfluss beträgt 250 m³/s.

Sie besitzt in der Wasserführung und der Schwebstofffracht einen ausgeprägten alpinen Charakter, wobei der ursprünglich breitflächige und verzweigte Verlauf durch die Regulierung verloren ging. Die Korrektion wurde 1820 durch einen Staatsvertrag zwischen Bayern und Österreich beschlossen, mit dem vorrangigen Ziel des Hochwasserschutzes. Weiter sollten die Landesgrenze festgelegt, die Schifffahrt gesichert und der Unterhaltungsaufwand begrenzt werden. Im Abschnitt Saalachmündung bis Laufen war die planmäßige Korrektion 1909 abgeschlossen. Die negativen Auswirkungen der Regulierung sind eine immer stärkere Eintiefung und ein kanalartiges Erscheinungsbild. Aufgrund der mit der Eintiefung verbundenen mangelnden Überschwemmungsdynamik ging die Verbindung der Salzach zur Aue in großem Ausmaß verloren. Dadurch sind die Weichholzauen weitgehend verschwunden und in der Hartholzaue tritt eine langsame Austrocknung ein.

Durch die relativ einheitlich hohe Strömung und das Fehlen von strömungsberuhigten Bereichen sowie Kontaktzonen mit der Aue hat sich die Fischfauna und Wirbellosengesellschaft in ihrer Zusammensetzung verändert und weist im Vergleich zur ursprünglichen Fauna erhebliche Defizite auf.

Infolge der Eintiefung ist die Anbindung an die Nebengewässer bei Niedrig- und Mittelwasser nicht mehr gewährleistet, was z.B. für solche Fischarten wie Äschen, Nasen oder Huchen, die Laich- oder Wintereinstandsgewässer aufsuchen, den Aufstieg stark erschwert oder gar verhindert.

Die durch die Eintiefung entstandenen vielschichtigen Probleme haben sich inzwischen derart verschärft, dass Handlungsbedarf besteht und derzeit eine deutsch-österreichische Arbeitsgruppe damit beschäftigt ist, Lösungsstrategien zu erarbeiten.

Die Gewässergüte der Salzach hat sich seit 1977 durch die Verminderung der Abwasserbelastungen im Mittellauf von Güteklasse III (stark verschmutzt) bzw. III-IV (sehr stark verschmutzt) auf die Güteklasse II (mäßig belastet) verbessert.

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