Strukturmaßnahmen zur Revitalisierung der Alz nach einem Chemieunfall bei Gendorf am 6./7. März 2012

In der Nacht vom 6. auf 7. März 2012 führte ein Brand im Industriepark Werk GENDORF bei Burgkirchen dazu, dass der Stoff Genamin in die Alz gelangte. In der Folge wurden ca. 6,5 t verendete Fische aus der Alz geborgen.

Als Standortbetreiber des Industrieparks Werk GENDORF hat die InfraServ Gendorf die Verantwortung für dieses Ereignis übernommen. Neben dem Schadensersatz leistet InfraServ Gendorf deshalb freiwillig die Zahlung einer Million EUR und stellt zusätzlich Grundstücke an der Alz zur Verfügung, so dass auf Grundlage eines Maßnahmenkonzepts sowohl Revitalisierungs- und Renaturierungsmaßnahmen für die Alz zügig umgesetzt werden können.

Auf Grundlage dieses Konzepts setzte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein als Soforthilfe für die geschädigte Fischfauna Strukturmaßnahmen über 50.000 € um. Die Umsetzung erfolgte im Oktober und November 2012 in enger Abstimmung mit dem Büro für Naturschutz-, Gewässer- und Fischereifragen (BNGF).

Die Strukturverbesserungen wurden im Flussabschnitt nördlich von Emmerting bis auf Höhe von Schützing und im Bereich der Barbermühle durchgeführt.

Die Maßnahmen dienen in erster Linie der Verbesserung von Fischlebensräumen. Zugleich erfährt die Alz dadurch insgesamt eine gewässerökologische Aufwertung.

Weitere Maßnahmen zur Reaktivierung von Altarmstrukturen sind an der Unteren Alz geplant.

Soforthilfe 2012

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