PFOA-Bodenuntersuchungen im Raum Burgkirchen

PFOA ist ein organischer Stoff aus der Gruppe der Perfluorierten Chemikalien (PFC) bzw. Perfluorierten Tenside (PFT), die in der Industrie u.a. als Hilfsmittel zur Herstellung von Fluorpolymeren (z.B. Teflon) verwendet werden. PFT weisen eine hohe Persistenz und Mobilität in der Umwelt auf.

In den Jahren 2006 und 2007 führte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein in Zusammen­arbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) und dem Landesamt für Landwirtschaft (LfL) im Raum Burgkirchen umfangreiche Bodenuntersuchungen durch. Die Untersuchungsergebnisse bestätigten den Anfangsverdacht auf schädliche Bodenveränderungen durch PFOA.

Aufgrund des damals relativ geringen Kenntnisstandes über die Verbreitung und das Verhalten von PFOA in Böden wurden weitere Untersuchungen, wie Großlysimeter­versuche und die Analyse älterer Proben aus der Bodendauerbeobachtung, durchgeführt. Untersucht wurden darüber hinaus landwirtschaftliche Nutzflächen, die Böden von Hühnerhaltungen und Baugebiete.

Parallel dazu wurde ein umfangreiches Grundwassererkundungsprogramm durchgeführt, da auch im Rohwasser von Trinkwassergewinnungsanlagen Verunreinigungen mit PFOA aufgetreten waren.

Im Rahmen einer Detailuntersuchung werden derzeit weitere Boden- und Grundwasser­untersuchungen mit dem Ziel einer Gefährdungsabschätzung vorgenommen. Die Maßnahmen werden von einem renommierten Ingenieurbüro durchgeführt und von einem Expertengremium des LfU, des WWA Traunstein und des Landratsamtes Altötting begleitet.

PFOA wird seit Einführung des Ersatzstoffes ADONA im Jahr 2008 im Werk Gendorf nicht mehr eingesetzt.

Braunerde-Profil im Altöttinger Forst Bild vergrössern Braunerde-Profil im Altöttinger Forst
Probenahme im Bereich einer Hühnerhaltung Bild vergrössern Probenahme im Bereich einer Hühnerhaltung
Karte mit Depositionsmodell und Ergebnissen der ersten Bodenuntersuchungen auf PFOA Bild vergrössern Karte mit Depositionsmodell und Ergebnissen der ersten Bodenuntersuchungen auf PFOA

Weitere Informationen sind der Internetseite des LfU über folgenden Link zu entnehmen: