Hochwasserschutz Freilassing

Projektbeginn: Juli 2013
Voraussichtliches Projektende: Dezember 2018

Der Hochwasserschutz soll für die bestehende Bebauung der Stadt Freilassing im Bereich Freimann hergestellt werden. Hierbei darf die Hochwassersituation für Ober- und Unterlieger sowie die österreichischen Nachbarn nicht nachteilig verändert werden. Ebenso ist bei der Projektierung darauf zu achten, dass die die Grundwasserverhältnisse im Bereich der Bebauung keine Verschlechterung erfahren. Zu diesem Zweck wird der Untergrund abgedichtet.

Der Hochwasserschutzdeich, beginnend an der Hochlage der Göllstraße verläuft auf rd. 900 m Länge parallel zur Bundesstraße B20 bis zum Bahndamm Strecke Freilassing-Salzburg und von dort aus parallel vor dem Bahndamm direkt bis zum Saalach-Ufer.

Zwischen Bahndamm und Hochwasserdeich entwässert das Ölbachl über den Saalbach in die Saalach. Die Hochwasserdeich wird bis 3,8 m hoch. Mit einer Deichkronenbreite von 4,0 m kann er im Rahmen der Unterhaltungsarbeiten befahren werden. Der Deich wird mit einer statisch wirksamen Innendichtung ausgestattet (siehe Querschnitt). Die Deichböschungen erhalten eine Abdeckung mit geringem Oberboden mit dem Ziel, dass sich auf dem Deichkörper Magerrasenstandorte ausbilden können. Die Innen- und Untergrundabdichtung wird nach den statischen und geohydraulischen Erfordernissen bemessen. Es werden Strömungsfenster vorgesehen, welche den Austausch von Grundwasser bei Mittelwasserverhältnisse zulassen, aber bei Hochwasser der Saalach den Grundwasserstand im bebauten Bereich nicht verschlechtern.

Die Planfeststellung wurde im August 2016 beantragt. Nach Abschluss der Bauarbeiten am 3. Gleis durch die Deutsche Bahn, soll mit dem Neubau begonnen werden.