Hochwasserschutz für Gendorf

Mit einem modernisierten Schutzwall will das Wasserwirtschaftsamt Traunstein die Menschen im Burgkirchner Ortsteil Gendorf vor einem 100-jährliches Hochwasserereignis schützen. Und plant daher, den bestehenden, rund 1,3 Kilometer langen Deich entlang der Alz zu sanieren. Die Arbeiten finden in Absprache mit der Regierung von Oberbayern statt. Hintergrund des Vorhabens ist, dass der Deich in der bestehenden Form nicht mehr ausreichend Schutz bietet für die überschwemmungsgefährdeten Gebiete in Gendorf. Bereits im Jahr 2008 hatte eine Untersuchung an der Unteren Alz gezeigt, dass es bei einem 100-jährlichen Hochwasser unter anderem in Gendorf zu großflächigen Überflutungen kommen wird. Welche Bereiche des Ortsteils im Detail betroffen wären, ist einzusehen im "Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete"

Projektbeginn/Bauabschnitte/voraussichtliches Projektende

Im Herbst/Winter 2020 begann das Wasserwirtschaftsamt Traunstein damit, die Grundlagen für den Deichumbau zu ermitteln: Nach einer Begehung mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes, der Gemeinde Burgkirchen und der hinzugezogenen Fachbüros, wurde der Deich vermessen. Aktuell untersuchen Fachleute den Aufbau des Deiches: Zu diesem Zweck wird ein Geotechniker den Deich an verschiedenen Stellen anbohren, den Zustand des Füllmaterials prüfen und einen Sanierungsvorschlag ausarbeiten. Für die folgende Entwurfsplanung ist etwa ein Jahr angesetzt. Ein weiteres Jahr werden das haushaltsrechtliche und das öffentlich/rechtliche Verfahren in Anspruch nehmen. Erst dann, vermutlich im Jahr 2023, kann der Umbau des Deiches beginnen.

Projektausführung

Zum überwiegenden Teil besteht der Deich entlang der Alz aus Kies. Ziel der Sanierungsarbeiten ist es, den Deich standsicher zu bauen. Mittel der Wahl könnte dabei eine sogenannte "statisch tragende Innendichtung" sein. Dabei wird in den Deichkörper eine Wand (z.B. eine Spundwand aus Stahl) eingebaut, welche die Standsicherheit des Deiches gewährleisten kann. Falls erforderlich, wird der Deich im Zuge dessen außerdem geringfügig erhöht. Der Vorteil dieser Vorgehensweise: Es entsteht ein smartes System, das Bauwerk ist von außen nicht zu sehen – und der Deichkronenweg entlang der Alz kann auch nach Ende der Deichsanierung als Radweg genutzt werden.