Die Isen im Porträt

Projektbeginn: November 2020
Projektende: 2027

Auf 76 Kilometern durch drei Landkreise

Die Isen ist ein linker Zufluss des Inns in Südostbayern. Sie gilt als Fischvorranggewässer, also als ein Gewässer, das für den Erhalt des Fischbestandes in Bayern wichtig ist. Sie fließt auf 76 Kilometern durch die Landkreise Mühldorf, Erding und Altötting. Die Isen entspringt bei Lacken in der Gemeinde Maitenbeth (Landkreis Mühldorf). Am nördlichen Innufer, bei Winhöring-Kronberg (Landkreis Altötting) gegenüber von Neuötting, mündet sie in den Inn. Dort, wo der Fluss seinen Lauf durch den Landkreis Altötting nimmt, ist das Wasserwirtschaftsamt Traunstein für den Unterhalt zuständig. Unser Ziel ist es, den Zustand der Isen zu verbessern. Ganz wie es die EG-WRRL fordert. Sie schreibt fest, dass alle Gewässer bis zum Jahr 2027 einen "guten Zustand" erreichen müssen. Der Zustand der Isen gilt als "mäßig". Das wollen wir ändern.

Ohne Hindernis die Isen hinauf und hinunter

Wir möchten dazu beitragen, dass der Fischbestand in der Isen nicht verloren geht. Im Gegenteil, er soll zunehmen. Denn je mehr Fische in einem Fluss leben, umso besser ist das für seinen ökologischen Zustand. Doch nicht nur die reine Anzahl ist ein Kriterium. Auch die Altersstruktur und die Zahl der Arten in einem Gewässer sind ausschlaggebend für die Beurteilung . Wichtige Voraussetzung ist, dass die Fische ausreichend Lebensraum finden. Plätze, an denen sie Nahrung aufnehmen und ihren Laich ablegen können. Auf ihrem Weg durch den Fluss muss es deshalb so wenig Hindernisse wie möglich geben. Diese sogenannte ökologische Durchgängigkeit gibt es in der Isen nicht überall. In unserem Amtsbezirk gibt es sechs Querbauwerke, sogenannte Abstürze, die den Weg der Fische im Fluss behindern. Besonders wenn der Wasserstand niedrig ist, können die Fische sie nicht überschwimmen. Denn sie sind bis zu drei Metern hoch. Deshalb gestalten wir die Hindernisse nach und nach um.

Aufstiegshilfen machen den Weg frei

In der Isen leben vor allem Barbe, Nase und Äsche. Aber auch Aitel und Bitterling. Um diesen Fischarten neue Nahrungs- und Laichgebiete zu erschließen, entstehen rund um die Gemeinde Winhöring (Landkreis Altötting) vier Fischaufstiegshilfen:

Sind alle vier Umbauten fertiggestellt, können die Fische von der Mündung des Inns rund 3,7 Kilometer ohne Hindernis flussaufwärts schwimmen. Haben sie diese Strecke zurückgelegt, treffen sie allerdings auf zwei weitere Querbauten: den Düker bei Lindloh und das Ausleitungswehr bei Aufham. An beiden Stellen sollen einmal Borstenfischpässe entstehen. Doch die Bauwerke gehören zu den Stadtwerken Mühldorf. Sie fallen nicht in unsere Zuständigkeit.