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Der Surspeicher

Große Sanierung abgeschlossen

Bald 60 Jahre in Betrieb ist der Surspeicher in Schönram. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein betreibt ihn zum Hochwasserschutz. Regelmäßige Inspektionen sorgen dafür, dass der Betrieb auch nach Jahrzehnten reibungslos läuft. Eine große Sanierung hat das Wasserwirtschaftsamt im Frühjahr 2026 erfolgreich abgeschlossen. Kernstück dieser vier Millionen Euro teuren Arbeiten war der Ausstausch der Betriebsauslassleitung. Dabei handelt es sich um eine 160 Meter lange Rohrleitung mit einem Durchmesser von 1,20 Metern. Sie verbindet unterirdisch den höher gelegenen Speichersee mit dem Krafthaus. Bei Hochwasser kann das Wasser aus dem See direkt zu den Turbinen im Krafthaus fließen.

Die große Betriebsauslassleitung ist in Teile geschnitten und wird ausgebaut.

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Beinahe 60 Jahre tat der alte Kegelstrahlschieber seinen Dienst. Nun ist er ausgebaut und wurde entsorgt.
Die Rohrleitung der Betriebsauslassleitung muss zunächst entschichtet werden.
Aufwändig und mühevoll wurde die Rohrleitung entschichtet und kann nun abtransportiert werden.
Die neue Betriebsauslassleitung wird in den Stollen geschoben und anschließend eingebaut.
× Bildergalerie

Hochwasserschutz und Wasserkraft

Der Surspeicher hat seinem Namen von dem Fluss, an dem er liegt: der Sur. Zu finden ist der Surspeicher an der nördlichen Grenze des Gemeindegebiets von Teisendorf, in der Nähe von Schönram (Gemeinde Petting/Landkreis Traunstein).

Der Surspeicher übernimmt zwei wichtige Aufgaben: Er dient dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung. Der Surspeicher hat zwei Betreiber: für die Wasserkraftanlage die "Bayerische Landeskraftwerke GmbH". Für den Speicher/die Talsperre zum Hochwasserschutz das Wasserwirtschaftsamt Traunstein. Wir kümmern uns zudem vor Ort darum, dass die gesamten Anlagen laufen und regelmäßig überprüft sowie gewartet werden. Als Schutz vor Hochwasser kommt der Surspeicher insbesondere den Gemeinden Petting und Saaldorf-Surheim zugute sowie der Stadt Freilassing.

Technische Daten

Der Surspeicher wurde in den Jahren 1965 bis 1968 gebaut. Im Jahr der Fertigstellung erfolgte auch die Inbetriebnahme. Der Freistaat Bayern hatte den 13 Millionen Mark teuren Bau beauftragt, als Konsequenz aus den großen Überflutungen, die die Region in den 1950er-Jahren heimgesucht hatten. Damals war die Sur mehrfach übers Ufer getreten, hatten die Hochwasser für hohe Schäden gesorgt.

Das Volumen des Grundsees beträgt bis zu 0,14 Millionen Kubikmeter Wasser.

Die Fläche des Sees, der beim Aufstauen entsteht, kann bis zu 0,061 Quadratkilometer betragen. Bei Dauerstau ist die Uferlinie zirka 2 Kilometer lang.

Die Talsperre besteht aus einem Erdamm. Er ist 26 Meter hoch und 242 Meter lang. Ausbetonierte Bohrpfähle, die bis zu 14 Meter tief in den Boden des Surbeckens abgeteuft sind, sorgen für Dichtigkeit. Ebenso wie eine Lehmschicht, die unter den See geführt wird. Der Damm ist in Terrassen angelegt und mit einer Wiese begrünt, auf der regelmäßig Schafe weiden.

Das Einzugsgebiet beträgt etwa 62 Quadratkilometer.

Bei Hochwasser können bis zu 4,3 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten und später kontrolliert abgelassen werden. Richtwerte dazu liefert der Pegel in Brodhausen. Er ist der Steuerungspegel für den Hochwasserschutz im Freilassinger Norden. Weiter Daten kommen von den Pegeln in Hammer, Teisendorf, Ammerberg und Thundorf, sowie von zwei Niederschlagsmessstellen an der Nordseite des Teisenbergs.

Die Kraftwerksleistung liegt bei 250 Kilowatt. Das Kraftwerk verfügt über zwei Turbinen und liefert pro Jahr eine Gigawattstunde Strom. Lediglich drei Prozent werden für den Betrieb des Surspeichers genutzt. Die übrige Menge wird ins Stromnetz eingespeist und kann rund 200 Haushalte versorgen.

Betriebsgebäude
Hochwasserentlastung
Turbinen
Turbinenrohre
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