Der Chiemsee
Der Chiemsee ist ein wichtiges Erholungsgebiet für die umliegenden Regionen. Es gibt rund um den See diverse Bade-Möglichkeiten, und auch für den Wassersport eignet sich der Chiemsee hervorragend.
Radfahrer und Spaziergänger nutzen gerne den Uferweg, der an vielen Stellen direkt am Wasser entlang verläuft. Schöne Ausblicke auf den See und die Berge sind garantiert.
Bestimmte Bereiche des Sees, wie das Achendelta, unterliegen allerdings einem strengeren Schutz. Diese Bereiche dürfen nicht betreten werden - es sei denn, es liegt eine Nutzungsberechtigung vor.
Der Chiemsee ist ein sensibles Öko-System und dieses gilt es zu schützen und zu bewahren. Umso mehr, als der See von einer zunehmenden Verlandung betroffen ist.
| Daten zum Chiemsee | |
|---|---|
| Gewässergüte | mittlerer Nährstoffgehalt |
| Gewässerabfluss | Alz, Inn, Donau |
| Wasserwirtschaftliche Bedeutung | Gewässer I. Ordnung |
| Wasserspiegel | 518,19 m ü.NN |
| Oberfläche | 7.990,00 ha |
| Volumen | 2,05 km³ |
| mittlere Tiefe | 25,40 m |
| Länge | 12,80 km |
| Breite | 6,24 km |
| Umfang | 63,96 km |
| Einzugsgebiet | 1.388 km2 |
Die Verlandung
Die Verlandung des Chiemsees lässt sich nicht aufhalten. Es handelt sich um einen natürlichen Prozess, der nur in engen Grenzen und lediglich kurzzeitig beeinflusst werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass sich örtliche Eingriffe an anderer Stelle nachteilig auswirken können. Dennoch wollen wir die Entwicklung wenigstens verlangsamen.
Ursache der Verlandung
Hauptursache der Verlandung ist nicht der Kies, der in der Gewässersohle transportiert wird. Es sind die Schwebstoffe, die in erster Linie über die Tiroler Achen in den Chiemsee gelangen. Sie kommen überwiegend aus Tirol, aus dem Raum Kitzbühel. Schwebstoffe sind feinkörnige Mineralien wie Tone und Sande, die mit dem Wasser transportiert werden. Pro Jahr sind das im Schnitt rund 310.000 Kubikmeter. 155.000 Kubikmeter dieser Fracht lagern sich im Bereich des Tiroler-Achen-Deltas ab. Die übrigen 155.000 Kubikmeter gelangen in den See. Ein nicht unerheblicher Anteil davon wiederum gelangt aufgrund der Westwinddrift in die Hirschauer Bucht und setzt sich dort ab.
