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Renaturierung Hirschbach

Zahlen und Fakten

Lage: Teising (Landkreis Altötting)

geplante Fertigstellung: fertiggestellt

Kosten: 190.000 Euro
75 Prozent davon tragen die "Verbund Innkraftwerke"

Projektfortschritt

Projektbeschreibung

Neuer Lebensraum für Fische ist in und am Hirschbach bei Teising entstanden. Äsche und Forelle können vom Inn heraufschwimmen und im umgestalteten sowie erweiterten Bach ideale Bedingungen finden - auch zur Laichablage.
Diese ökologische Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Europäischen Wassserrahmenrichtlinie: Sie fordert bis zum Jahr 2027 den "guten ökologischen Zustand" der Gewässer in Europa. Wichtige Kriterien sind dafür nicht nur der Fischbestand, sondern auch eine möglichst große Zahl verschiedener Arten.

Projektausführung

Was wir gemacht haben:

  • Zwei Abstürze sind ausgebaut.
  • Die bestehende Mündung vom Hirschbach in den Inn ist geschlossen.
  • Der Bach fließt jetzt mäandernd als Umgehungsbach parallel zum Inn und mündet nach 240 Metern in den Fluss, ursprünglich waren 190 Meter geplant. Rund 2000 Kubikmeter Kies und Steine sorgen für ein stablies Kiesbett.
  • Schwemmholz im Hirschbach macht unterschiedliche Strömungsverhältnisse möglich und bietet Unterstand für Fische.

Skizze Umgestaltung Hirschbach

Projektziele

Was wir erreicht haben:
  • Der Hirschbach ist in eine Art "Urzustand" zurückversetzt. Weniger Ordnung und weniger Begradigugng sind gut für die Ökologie.
  • Die Wasserfläche wächst, weil die ursprüngliche Mündung in den Inn jetzt verschlossen ist. Das Wasser staut sich auf, es speist einen Altwasserarm, der ebenfalls neu gestaltet ist.
  • Dank des höheren Wasserspiegels können die Fische ein Stück bachaufwärts einen weiteren Absturz passieren. So können sie auch diese Strecke ohne Hindernis durchschwimmen.
  • Zwei wunderbare Sitzplätze direkt am Wasser sind entstanden.
Nach der Umgestaltung verläuft der Hirschbach im neu angelegten Umgehungsbach auf 240 Metern parallel zum Inn.
Neue Strukturen sorgen für Abwechslung.
Nach der Umgestaltung verändert sich das Bild am Hirschbach je nach Jahreszeit.
Der Hirschbach nach der Umgestaltung.
×
Der Hirschbach nach der Umgestaltung, im Hintergrund fließt der Inn.
Zum Hirschbach gehört jetzt auch ein neu angelegter Altwasserarm. Unter dem toten Gehölz finden Fische Unterstand.
Die Mündung in den Inn ist jetzt frei.
Zwei flache Steine dienen als Sitzgelegenheit mit Blick aufs Wasser.
× Bildergalerie
Die beiden Silberweiden sind ökologisch wertvoll. Sie mussten aufgrund der Bauarbeiten umgesetzt werden, bleiben aber erhalten.
Der neu angelegte Umgehungsbach mit Mündung in den Inn.
Der neu angelegte Umgehungsbach mündet ohne Hindernisse in den Inn.
Neu gebaut ist im Umgehungsbach nun auch ein Unterstand für Fische. Hier sind sie sicher vor Fressfeinden und finden im Sommer auch Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung.
×
Die neu angelegete Mündung in den Inn während der Arbeiten. Nach und nach wird die Natur diesen Bereich selbst gestalten.
Die Mündung des Hirschbachs in den Inn.
Für die Arbeiten wurde ein Baustofflager eingerichtet. Die Wasserbausteine werden genutzt, um die bestehende Mündung in den Inn zu schließen.
Die Baumaßnahme von oben. Was zunächst wie ein starker Eingriff in die Natur aussieht, wird nach und nach der Natur und ihrer positiven Entwicklung dienen.
× Bildergalerie
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