Hochwasserschutz Tiroler Achen
Zahlen und Fakten
Lage: Entlang der Tiroler Achen,
zwischen der A8-Brücke und dem Altarm
der Tiroler Achen bei Almau
geplante Fertigstellung: 2027
Kosten:
Projektfortschritt
Der Erddeich in Fließrichtung rechts der Tiroler Achen wurde im frühen 20.Jahrhundert gebaut. Der nun zu sanierende Abschnitt ist 3,3 Kilometer lang, reicht von der Autobahnbrücke der A8 bei Übersee bis zum Altarm der Tiroler Achen bei Almau. Zuletzt hatte das Hochwasser im Jahr 2013 für einige Schäden gesorgt: So war ein Deichabschnitt oberhalb der Autobahnbrücke gebrochen, das Wasser der Tiroler Achen überflutete die A8.
Projektbeschreibung
Bereits im Nachgang zum Hochwasser von 2013 gab es erste Sanierungsarbeiten. Ins Blickfeld rückte insbesondere die Standfestigkeit des Deiches. Sie so zu verbessern, dass der Deich auch bei einem 100-jährlichen Hochwasser zuverlässig hält, ist nun Ziel unserer Arbeit. Berechnet ist zudem ein Freibord von 50 Zentimetern. Das bedeutet: Wenn das Wasser bis zu der Höhe steigt, wie sie für ein 100-jährliches Hochwasser errechnet ist, kann es noch einmal um einen halben Meter höher steigen ehe die Dammkrone erreicht ist. Der Deichabschnitt unmittelbar vor der Autobahnbrücke weist kein Freibord auf und darf bereits bei einem 50-jährlichen Hochwasser überströmt werden. Flächen unmittelbar hinter dem Deich dienen als Rückhalteraum. Dennoch gilt es, mit der Sanierung einen Deichbruch auszuschließen, wie er im Jahr 2013 stattfand.
Projektausführung
Um das Projekt zügig voranzutreiben, wird die betroffene 3,3 Kilometer lange Deichstrecke in fünf Abschnitte eingeteilt, die nach und nach saniert werden. Alle fünf Abschnitte erhalten eine Innendichtung in Form einer später nicht sichtbaren Spundwand.
Dem Abschnitt, der bereits 2013 saniert worden war, kommt eine besondere Bedeutung zu: Hier müssen wir die landseitige Böschung so gestalten, dass ein Überströmen des Deiches seine Standfestigkeit nicht gefährdet. Zudem müssen wir gewährleisten, dass dieses rund 400 Meter lange Teilstück auch in Zukunft beweidet werden kann.
Die Arbeiten zur Sanierung des Hochwasserschutzes beginnen im Oktober 2026 und sollen im März 2027 abgeschlossen sein. Während der Bauzeit wird der Deich abschnittsweise immer wieder gesperrt.
